Reiner Fischer

 

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Modellfliegen - ein interessantes Hobby

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Goblin 500

Baubericht


Nachdem ich alles fein sauber hingelegt hatte, schlug ich die Anleitung auf.

Als erstes fiel mir auf, dass die Anleitung sehr dunkel ist, Einzelheiten sind ab und an schwer erkennbar.


Auf jeder Seite ist zu sehen, welches Bag, welcher Tray benötigt wird. Leider stimmen die Nummerierungen nicht mit den Aufschriften der Bags überein. Bag1 -C suchte ich vergebens, weil die Bags nur mit Bag 1-1 und 1-2 gekennzeichnet waren.

Eine Kontrolle der Einzelteile zeigte dann, dass man im Bag 1-2 die Teile der Anleitung 1-B und 1-C zusammengefasst hatte.

Eine Kleinigkeit nur, aber nicht schön.

Chassis

Beim Anbau des Landegestelles ist SAB einen eigenen Weg gegangen. Die Querstreben werden nur gesteckt.

Vordere Querstrebe
 Das komplette Landegestell ist nicht mit einer einzigen Schraube am Frame befestigt. Es erhält seineSteifigkeit durch die Verschraubung der Landebügel an der Querstrebe, welches leicht auf Spannung bebaut wurde.


Dies auch der Grund, warum in der Anleitung steht, dass man die hinteren Schrauben der Seitenteile noch nicht einschrauben darf. Sonst könnte man die hintere Querstrebe nicht einschieben.
hintere Querstrebe


Seitenteile und Landegestell werden mit nur 12 Schrauben befestigt uns sind daher in wenigen Minuten aufgebaut.

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Als nächstes das Getriebe.

Alle Lager sind schon eingeklebt, so dass auch hier der Zusammenbau flott von sich geht. Das Gegenlager dient gleichzeitig als Servoaufnahme. Ein gutes Detail, dass dem Bausatz mehrere Scheiben zum ausschimmen beiliegen. So lassen sich beide Wellen spielfrei einpassen. Die Hauptantriebswelle wurde bei mir mit 3 Scheiben geshimmt, bei der Abtriebswelle reichte ein Shim.


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Viele Ausfräsungen kennzeichnen die Trägerplatte und das Gegenlager. Ein Zeichen, wie hier versucht wurde, kompromisslos Gewicht zu reduzieren.
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Interessant und total ungewöhnlich fand ich, dass die Kupplung gleitend auf der Welle aufgepasst wurde. Sie hat zwischen Platte und Riemenrad 1,3mm axiales Spiel. Zuerst an einen Fehler glaubend, habe ich jedoch von Heli-Doc in Dresden erfahren, dass auch er bei seinem Bausatz dieses Feature bemerkt hat.

In einem Video von Bert Kämmerer wird erwähnt, dass Spiel vorhanden sein muss, jedoch bei zu viel Spiel man die Unterlegscheiben aus dem Bag 10 nehmen soll.

Ja, jetzt gefällt mir das Spiel besser!!!






Beim  Motor setzt SAB auf Altbewährtes.

Die separate Motorplatte mit Federn und Einsteckvorrichtung finden wir wie beim Goblin 700 auch beim kleineren Bruder wieder. Gut gelöst auch die Problematik unterschiedlicher Lochabstände diverser Motoren. Die Anordnung von Doppellöchern lässt hier viele Varianten zu.

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Als Hauptrotorkopf ist der Goblin 500 direkt mit einem HPS- High Precision System -Kopf ausgestattet. Er soll sowohl höherer Drehzahlen ermöglichen, wie auch das Wobbeln im Niedrigdrehzahlbereich verringern.

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Der Heckrotorkopf weist ein ganz neues Feature vor. Die sogenannte Delta-3-Anlenkung.

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Dieser Effekt wurde in der  normalen Hubschrauberentwicklung  erstmals bei der BK-117 von Eurocopter erprobt.

Sinn der Schrägstellung der Achse ist eine Verbesserung der Dämpfung der Heckrotorschlagbewegung (Flapping) im Vorwärtsflug, was die Effektivität des Heckrotors steigert.


(siehe auch Aerodynamik - Blade Flapping).






Heckservo
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Das Heckservo wird nun intern im Chassis verschraubt. Über Vor- und Nachteile lässt sich bestimmt diskutieren, jedoch hat SAB auch hier einen Weg gefunden, das Servo schnell zu wechseln, ohne eine andere Komponente lösen zu müssen.


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Dazu wird einfach der entsprechende Schraubendreher durch zwei vorbereitete Löcher im Chassis gesteckt und so können die Schrauben sehr schnell gelöst werden.





Als nächstes in der Bauanleitung folgt der Einbau der Getriebeplatte.

8 Schrauben, wovon 2 gleichzeitig als spätere Haubenarretierung fungieren und der Einbau ist innerhalb weniger Minuten erledigt. Übersichtlich, einfach und schnell. Schon jetzt erkennt man, wie steif die Konstruktion ist, trotz der zugegebenermassen sehr dünnen Seitenplatten (1,5 mm)

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Beim Einbau der Taumelscheibenservos wieder eine kleine Ungenauigkeit der Anleitung:

Auf den Bildern sind alle Servoblöcke mit Abkantungen versehen. Erst ganz unten - quasi nach dem Zusammenbau der Blöcke - wird darauf hingewiesen, dass die Ausphasungen auf bestimmte Positionen gehören.
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SAB hat hier wiederum für die Modellbauer mitgedacht und für die verschiedenen Servotypen die Kugelköpfe mit bzw. ohne Unterlegscheiben beigelegt. Lange und kurze Schrauben liegen ebenfalls bei. In der Anleitung wird das optimale Mass mit
18,5mm beschrieben und es wird aufgezeigt, wie man es erreichen kann. Sehr schön.

Ich nutze die Graupner 660 HV mit den Servoarmen von Mikado und benötige dazu die Scheiben sowie die Bauart, dass die Halterung nach Innen und die Gummiservoblöcke nach aussen zeigen.



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Zusammenbau des Kopfes.

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Der Zusammenbau des Kopfes gestaltet sich sehr einfach, die Kugelköpfe sind jedoch schon als schwergängig zu betrachten. Hier greift wohl das Prinzip von SAB, dass erst nach den ersten Flügen die entgültige Konfiguration erreicht wird.

Leider hat man den vom Goblin 700 bewährten Durchbruch in der Pitchführung nicht weiter verfolgt. Man kann zwar die Pitchführung mit nur einer Schraube ausbauen, um den Kugelkopf ordentlich zu befestigen, jedoch wäre dieses Feature auch beim 500er umsetzbar gewesen.

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Vorbereitung Heck

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Hier muss man schon genau lesen. Die Aufnahme der Heckansteuerung besteht neben der Platte mit den  schon eingeklebten Schruben auch noch aus einem dünnen doppelseitigen Klebeband. Bei meinem ersten Eindruck dachte ich an eine Textilunterlegscheibe und wollte die auch so einbauen :-(.

Zuerst einml habe ich dann die Schrauben fest angezogen, damit das Klebeband  auch wirklich entsprechend von innen seine Klebewirkung aufbauen kann.



Nicht besonders gelungen finde ich die Verschraubung der Heckanlenkung. Die 40mm lange Stange wird einseitig auf den Kugelkopf aufgeschraubt und mit dem freien Ende in die Carbonstange eingeschoben und geklebt. Ich habe Cyanacrylat-Kleber verwendet und anschliessend aus Sicherheitsgründen noch einen Schrumpfschlauch über die Verbindung gelegt. Sollte sich die Verbindung im Flug lösen, kann das Gestänge sich nicht komplett verabschieden.

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vorher nachher



Zusammenbau Heck
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Unspektakulär, da sehr einfach, wenn man schon mit der Goblin-Philosophie vertraut ist. Der Heckabtrieb wird mit 4 Schrauben in Langlöchern verbaut, um so die Riemenspannung schnell einstellen zu können.






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Die Heckaufnahme im Chassis ist nur mit den beiden Kunststoffschrauben und einer zwischenliegenden Sicherungsplatte befestigt. Durch die Anfangs eingepassten Gummiabstandshalter in den Seitenteilen wird zusätzlich eine gewisse Spannung gehalten.








Interessant, dass SAB dem Goblin 500 eine komplette Akku-Rutsche werkseitig mitliefert. Dies ist bei vielen Modellen - auch beim ersten Goblin 700 - nur mit Fremd- bzw. Tuningteilen zu gewährleisten. Der Anfangs eingebaute "Battery Block" zeigt nun seine Funktion als Halter der Akku-Rutsche.

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Und hier das erste Bild mit Haube.

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Verkabelung

Anbei ein paar Bilder meiner Verkabelung. Etws umfangreicher, da ich noch das Hercules Super BEC und das JLog mit untergebracht habe.

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Servo 2 zum Servo 3
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Servo 2 und 3 zum VStabi
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Heckservokabel wird mit V-Stabi-Sensor zusammen
nach oben geführt
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Verkabelung Herculus (rechts) und JLog (links)
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Zusätzlich nun das Empfängerkabel ohne Knick
verlegt
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Hercules Super BEC
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JLog 2 , auf der Innenseite läuft Empfängerkabel
nach oben
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Servo 1 im Bogen geführt.

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