Reiner Fischer

 

 

Die Verordnung wird nicht als eigene Verordnung, sondern durch Erweiterung der Luftverkehrsordnung sowie der Luftverkehrs-Zulassungsordnung veröffentlicht.

Anbei einige der neuen Bestimmungen.

 

Definition Drohne:

 

Unter einer „Drohne“ versteht man ein unbemanntes Fluggerät. Das Luftrecht unterscheidet zwischen unbemannten Luftfahrtsystemen und Flugmodellen. Gemäß § 1 Luftverkehrsgesetz handelt es sich bei unbemannten Luftfahrtsystemen um ausschließlich gewerblich genutzte Geräte. Flugmodelle sind hingegen privat, also zum Zwecke des Sports oder der Freizeitgestaltung genutzte Geräte. 

 

 

Kennzeichnungspflicht:

 

Es wird eine Kennzeichnungspflicht geben für alle Flugmodelle und unbemannte Luftfahrtsysteme ab einem Gewicht von 250 Gramm.

Die Kennzeichnungspflicht wird jedoch erst 6 Monate nach Veröffentlichung der Verordnung in Kraft gesetzt, um allen Modellfliegern die Möglichkeit zu geben, dieser Pflicht auch nachzukommen.

 

 

Gewerbliche Aktivitäten:

 

Der Kenntnisnachweis wird verpflichtend ab dem 01.10.2017 eingeführt und betrifft alle unbemannten Luftfahrtsysteme und Flugmodelle mit einem Startgewicht > 2 kg, sofern sie nicht nur zu Sport- und Freizeitaktivitäten genutzt werden.

Der Nachweis der Kenntnisse und Fertigkeiten für Flugmodelle unterscheidet sich dabei von der Kenntnisnahme für unbemannte Luftfahrtsysteme.

Für den Betrieb  ist eine Prüfung abzulegen. Die Prüfung darf nur von den gemäß LuftVO §21 benannten Stellen abgenommen werden und beinhaltet ca. 50 Fragen. Mindestens 75% der Fragen müssen richtig beantwortet werden.

Der Nachweis der Kenntnisnahme ist auf Verlangen vorzuzeigen. Dies gilt nicht, wenn der Flugbetrieb auf einem Modellflugpaltz mit Aufstiegsgenehmigung durchgeführt wird.

 

Inhalt der Prüfung:

- Luftrecht

- Meteorologie

- Flugbetrieb und Navigation

==> zum Prüfungs-Syllabus

 

 

Sportliche- und Freizeitaktivitäten:

Entsprechende Bescheinigungen können vom DMFV, DAEC und deren Mitgliedsvereine ausgestellt werden. Die Kosten sind festgelegt auf 25€ pro Bescheinigung.

Eine Prüfung ist nicht erforderlich. 

Der Nachweis der Kenntnisnahme ist auf Verlangen vorzuzeigen. Dies gilt nicht, wenn der Flugbetrieb auf einem Modellflugpaltz mit Aufstiegsgenehmigung durchgeführt wird.

 

 

 

Flughöhenbeschränkung:

 

Ausserhalb von Modellflugplätzen wird eine Höhenbeschränkung von 100m eingeführt. Piloten von Flugmodellen und unbemannten Luffahrtsystemen mit Kenntnisnachweis dürfen auch höher als 100m fliegen, benötigen dafür aber eine Aufstiegsgenehmigung.

 ==> Darstellung der Beschränkungen